Zukunft der österreichischen Counter-Strike Szene?

April 27, 2007

Die jüngste Nachricht um die EPS Alpen Preisgeld Senkung (1. Platz von 5000€ auf 2500€) hab ich heute zum Anlass genommen, um einen Artikel über Zukunft der österreichischen CounterStrike Szene zu verfassen. Es geht vor allem um die Fragen, ob die Einwohnerzahl von Österreich hauptauschlagend für die moderate Entwicklung des österreichischen eSports war, ob die Szene selbst oder das Spiel aufgrund seiner veralteten Grafik schuld an diesem Dilemma ist, oder ob die Gründe woanders liegen.

Die guten alten Zeiten!

Man erinnere sich an die guten alten Zeiten, als Österreich 2003 gegen Schweden den Clanbase Nationscup gewonnen hat, oder der 2. Platz beim ENC 2004. Wo Teams wie Infernum, Mindmazing oder zuletzt plan-B mit omiKron, hades, sQuad, PapsT, seste, pyro und apathy noch Namen und Angstgegner für internationale TopTeams waren. Ausverkaufte Lans mit allen namhaften Clans, sogar ausländische Teams wie xDk und sich tag täglich ein Teil der Wiener CounterStrike in der G-Zone versammelte um dort CounterStrike zu spielen.
Doch mit der Zeit kam der Wandel und die Rückschläge für die österreichische CounterStrike Szene begannen sich zu häufen. Die Trennung des ESL Alpen Bereich vom deutschem Bereich. Absagen zweier erstmals in Österreich geplanter Megalans, wie der Novalan (1200 Teilnehmer) und der Phänomelan (1488 Teilnehmer). Schließung des G-Zone. Scheitern des österreichischen Nationalteams in der Vorrunde beim ENC 06. Mehr oder minder sehr bescheidene Ergebnisse der österreichichen Vertreter auf internationalen Events und vor kurzem die Senkung des EPS Preisgeldes.

Die Einwohnerzahl Österreichs der Schuldenbock?

Fangen wir mit einigen Vergleichen an. Immer wieder wird gesagt, wie auch in den Comments zur EPS Alpen News über das Preisgeld der Saison IV, dass wir im Vergleich zu Deutschland nur 1/10 der Einwohner haben, also auch mit 1/10 des Preisgeldes zufrieden sein müssten. Dieser Vergleich hat für mich null Relevanz, zumindest für die Höhe des EPS Preisgeldes. Hauptausschlaggebend ist für mich die wirtschaftliche Stärke eines Landes und da lag Österreich seit 2003 von den EU 15 unter den Top Performern. Das gleich danach die Größe der Szene eine Rolle spielt, die wiederum mehr oder minder von der Einwohneranzahl eines Landes eine Rolle spielt und auch das Interesse der Firmen sowie die Werbewirksamkeit und schlussendlich das Return on Investment beeinflusst, ist unumstritten.

Doch dass dies trotzdem auch kein Hauptgrund sein kann, ist an Italien ersichtlich, die mit knapp 59 Millionen Einwohner international nirgends zu finden sind. Spanien und Frankreich haben mit ihren 45 und 60 Millionen Einwohner auch stark in den letzten Jahren abgebaut, rein theoretisch müssten nach ihren Einwohnerzahlen hier die internationalen Top Teams aus dem Boden sprießen, was aber nicht der Fall ist. Dagegen stellt Schweden mit 9 Millionen Einwohner gleich mehrere Top Teams mit SK, fnatic und Nip. Dänemark mit 5,45 Millionen NoA und H2K. Norwegen und Finnland mit 4,7 und 5,3 Millionen waren auch schon immer international vorne dabei, z.B. mit 69°N-28°E und MYM.

Aus diesen Daten kann man schließen, dass die Größe und allgemein der „Skill Level“ nicht von der Einwohneranzahl abhängen kann.

Dann wären wir gleich beim nächstfolgendem Thema, der Internet Infrastruktur. Sind es nicht die Einwohner die Größe und den Skill der CS-Szene beeinflussen muss es wohl die Internet Infrastrukur gewesen sein, die den Skandinaviern und den Deutschen bei der Entwicklung positiv zur Seite gestanden hat.

Hier kann man eindeutig sagen, dass die Skandinavier und Dänemark allen anderen europäischen Staaten einen Schritt voraus waren bzw. noch immer sind. Laut Statistik Austria ging 2005 hervor, dass im Durchschnitt ca. 40% aller skandinavischen Haushalte einen Breitbandanschluss haben, in Dänemark sogar 50%, in Österreich und Deutschland nur 25%. In Italien besitzen nur unfassbare 13% einen Breitbandanschluss. Dies würde ich als ersten Grund für die Größe und den Skillevel der CounterStrike Szene ansehen. Kleinere Länder mit einer hohen Dichte an Breitbandanschlüssen haben verhältnismäßig eine um einiges größere und bessere CounterStrike Szene als größere Länder mit einer geringen Dichte. Das kann man ganz leicht an einem Beispiel erklären. Nehmen wir einen Freundeskreis von 20 Leuten an. In Italien spielen 2 von 20 von diesem Freundeskreis CounterStrike. Sie stellen praktisch die Außenseiter dar und die anderen werden sich kaum für CounterStrike interessieren. In Dänemark spielen jedoch 10 von 20 Leute CounterStrike. Diese werden das Interesse bestimmt auf den Rest überleiten.

Als Schlussfolgerung hieraus sehe ich, dass man nicht pauschal sagen kann, dass Länder mit mehr Einwohner eine größere und bessere Counter-Strike Szene besitzen.

Schrumpfende deutschsprachige CounterStrike 1.6 Szene

Anfang des Jahres wurde von der ESL eine Umfrage mit 100 soziodemographischen Fragen gestartet, an der sage und schreibe 72.000 Mitglieder der ESL teilnahmen. Diese Umfrage stellte die größte Umfrage in dieser Brance und auch die größte Umfrage an Jugendliche in Deutschland dar.
Der typische eSportler ist männlich, 19 Jahre alt, geht einmal pro Monat ins Actionskino und verbringt Freizeitspaß mit Mannschaftssportarten. Immer mehr Leute, auch CounterStriker, treten in das Berufsleben ein und lernen zum ersten Mal den Ernst des Lebens kennen. Vielen anderen wird wiederum mit zunehmendem Alter etwas anderes wichtiger, als tage- und nächtelang vor dem PC zu sitzen und Counter-Strike zu spielen. Die Zeiten als Schüler mit 15, 16 oder 17 Jahren mit Freizeit en masse sind für die Meisten vorbei.

Aber nicht nur das Alter der Gamer, sondern auch Counter-Strike Source sehe ich als Stolperstein auf dem langen Weg der CounterStrike 1.6 Geschichte.
Es hat sich zwar nicht wie von Valve gewollt durchgesetzt, jedoch sind doch sehr viele Public Spieler von 1.6 auf Source aufgrund der besseren Grafik umgestiegen.
Und diese Zahl wird meiner Meinung nach vollkommen unterschätzt, denn immerhin hat sich die heutige Competitive Gaming Scene aus der Public Community entwickelt.
Außerdem kann die Public Community noch immer als Nachwuchsakademie der österreichischen Competitive CounterStrike Szene ansehen, weil jeder hat zu Beginn seiner CS Karriere zig Stunden und Nächte am Public verbracht und versuchte seine Statistik zu verbessern. Hatte man gute Stats, wurde dem Nick sofort ein ^CLESS angehängt und man wurde vielleicht von einem gutem, gerade auf diesem Server spielendem Clan Gamer angesprochen und zu einem Testgame eingeladen.

Die Auswirkung von dem Rückgang der 1.6 Public Community kam schleichend, ist jedoch nun unverkennbar eingetreten. Ersichtlich ist dies vor allem an der Anzahl der Teams in der deutschen Amateuer Series. Vor 3 Jahren waren die sie noch vollgestopft bis in die 5th Division. Was früher die Landesliga aus dem Fußball war, ist nun die 2. Klasse, ich meine die 3rd Division der EAS. Man muss froh sein, wenn man überhaupt 5 Spieler zusammenbekommt, alkoholisierte und zugekiffte Spieler mal ausgenommen.
In der Alpen EAS dasselbe in grün. Hier würde eine Wiedervereinigung beider Bereiche meiner Meinung nach auf jeden Fall Sinn machen. Darauf möchte ich aber später nochmal darauf detaillierter eingehen.

Abschließend bleibt hier nur die Hoffnung auf den Erfolg des Promodes. Die Entwicklung dauert nun schon fast 3 Jahre, aber dies kann auch ein gutes Zeichen sein. Sollten sie es wirklich schaffen die Source Grafik-Engine mit dem Spielgefühl von CounterStrike 1.6 zu vereinen, so glaube ich an einen vollen Erfolg dieser Modifikation. Dies könnte der CounterStrike Szene wieder einen längst benötigten Aufschwung geben.

Kritik an die ESL

Im Jahr 2004 wurde die Entscheidung gefällt den deutschsprachigen Counterstrike Raum in 2 Bereiche aufzuteilen. Einerseits in einen Alpen Bereich mit Schweiz, Österreich und Liechtenstein und andererseits Deutschland.
Meiner Meinung nach, war dies der größte Rückschlag für die österreichische CounterStrike Szene, weil sich dadurch das damals beste österreichische CounterStrike Team plan-B mit omiKron, hades, PapsT, sQuad, seste, pyro aufgelöst und auf deutsche Teams aufgeteilt hat und zu Beginn eine Abneigung der Schweizer Teams gegenüber der EPS Alpen herrschte. Mittlerweile sind zwar alle guten Schweizer CounterStrike Spieler in der EPS Alpen vertreten, aber aus meiner Sicht mehr schlecht als Recht. Mixteams ohne Ambitionen, aber das ist wieder ein anderes Kapitel und dieses Problem hat Österreich auch.
Um nochmals auf die Splittung zurückzukommen.
Hauptprobleme, die sich für die motivierten österreichischen CounterStrike Teams nun seit der Splittung eingstellt haben, sind ein Mangel an angemessenen oder besseren Trainingspartnern und ein Mangel an Competition sowie Preisgeld, was wiederum die Motivation der Teams beeinflusst.
Aufgrund des beiderseitigen gehässigen abwertetenden Verhaltens von Deutschen und Österreichern ist es sehr schwer vernünftige Trainingsgegner zu finden. Die deutschen EPS Teams trainineren nicht gegen EPS Alpen Teams, die ja soooooo schlecht sind und sowieso ausschließlich hacken, außer man heißt apathy und hat die MEGAKRASSEN Connections zu den TOP8 EPS.de Teams.
Trainiert man selbst dann gegen EAS 1st Divsion Teams, kriegt man in 90% der Fälle nur auf die Mütze und man weiß nie ob man selbst schlecht, oder der Gegner sauber gespielt hat, da der direkte Vergleich nicht mehr vorhanden ist

Um auch noch die Preisgeldsenkung selbst anzusprechen. Wenn es ohne offizielle Begründung gesenkt wird, ist mal klar dass ein gewisser Aufschrei erfolgt. Weiters stellen die um 50% gesenkten Finalspreisgelder und das gleichzeitig erhöhte Rundengeld für mich eine Verarschung dar, mal abgesehen davon, dass es in einer skandinavischen 1on1 Liga, kurz genannt SCS (Scandinavian CounterStrike Championchip), mehr Geld für den 1. Platz ausgeschüttet wird.
Ich weis nicht, ob sich die, für die Preisgeldeinteilung verantwortlichen Personen, etwas bei ihrem Tun gedacht haben. Anscheinend nicht viel, denn über die österreichische Grenze bis in die Schweiz kamen sie bei ihrem Denken nicht. Für ein Schweizer Team würde sich die Anreise zu den EPS Finals, laut den momentanen Finalspreisgeldern, nur lohnen, wenn sie den 1. Platz belegen würden. Ab dem 2. Platz übersteigen die Kosten die möglichen Gewinnsummen bei weitem.
Um die Attraktivität der Finals trotz Preisgeldsenkungen zu wahren, hätte man das unnötige Rundengeld streichen und nicht erhöhen müssen. Erstens geht hier keiner mehr in die Volksschule, wo man 10€ Taschengeld die Woche noch zu schätzen wusste und zweitens sehe ich nicht ein, warum die Fun-Mixteams in den Alpen für das Nichtrainieren und Schlechtspielen auch noch Geld kriegen sollten. Hingegen wird den wenigen 3-4 Teams, die wirklich motiviert sind bzw. waren, die Motivation genommen.

Österreichische Counter-Strike Szene selbst schuld?

Man brauche sich nur die Austritte, Penalty Points, Statements und Flames in den Match Comments aus den EPS Seasons I, II und III ansehen. Hier gewinnt man den Eindruck, man hat es mit einem Haufen minderjähriger prepubertärer Jugendlicher zu tun, die keinen Funken von Motivation, Engagement sowie Professionalität ausstrahlen und in die es sich keinen Groschen zu investieren lohnt. Und das obwohl, laut einer Anfang dieses Jahres von der ESL vorgenommen Umfrage, das Alter der durchschnittlichen ESL Gamer im Schnitt 19 Jahre ist, Tendez steigend.

Ich mein, dann darf sich keiner wundern, warum das Preisgeld gesenkt wird und das Interesse der Sponsoren abnimmt.

Ein weiteres Problem, dass Österreich meiner Meinung nach hat, ist die Anzahl an motivierten und engagierten Clans mit ihren Clan-Leadern und Team-Managern. Hier fallen mir auf die Schnelle nur zwei ein. Nämlich plan-B als Nummer 1 und Ultima-Ratio als Nummer 2. Die Rolle der Team-Manager bzw Clan-Leader wird meiner Meinung nach völlig unterschätz. Schaue man sich mousesports an, die erst vor kurzem einen 380.000,- € Deal mit wazap.com abeschlossen haben, oder aTTaX mit Alternate im Rücken. Hintern ihnen stecken alle Leute, die betriebswirtschaftlich einiges drauf haben und es auch schaffen den eSport und das Spiel CounterStrike bei den Firmen gut anzubringen. Dass man dazu auch gewisse Erfolge haben sollte, ist natürlich auch klar, aber nehme man wieder den oft geliebten 10fach Faktor. 38.000€ für einen Österreichischen Clan wären schon eine stolze Summe. Vor allem, weil das für die größeren Firmen mit zweistelligen Millionenumsätzen, wie DiTech, e-Tec , Peluga und wie sie alle heißen Peanuts sind und die Konzerne mit Milliardenumsätzen ala Intel, AMD, Speedlink, Nvidia mehr für Klopapier ausgeben.

Teufelskreis?

Für mich stellen alle diese Faktoren und Probleme einen Teufelskreis dar. Beginnend bei dem Mangel an österreichischen Clans mit guten Team und Clan Managern. Die meisten österreichischen CounterStrike Teams joinen immer wieder irgendwelche deutschen Clans, die ihnen den Himmel auf Erden versprechen, von dem dann nichts eingehalten wird. Sind wir alle dumme kleine Kinder, die nicht verstehen wollen, dass es wehtut, wenn man auf die heiße Herdplatte greift? Mein Apell an alle noch vorhandenen österreichischen CounterStrike Teams: Lasst euch bitte nicht immer wieder von den deutschen Clans verarschen. Lernt aus den Fehlern und baut eine eigene österreichische Marke auf, auch wenn es schwer und mühsam sein wird. Ihr werdet dafür immer wissen was ihr habt und bekommen werdet.

Nach dem Mangel an österreichischen Clans kommt gleich der Mangel an Support. Wenn es einem finanziell nicht möglich ist an internationalen Events oder LANs teilzunehmen oder Bootcamps zu veranstalten bzw. immer selbst in die Tasche greifen muss dann leidet irgendwann die Motivation darunter, was sich auch wieder auf den Erfolg der Teams auswirkt.

Weiter geht es mit den CounterStrike Teams und Spielern selbst. Hauptproblem hierbei stellt die österreichische Präpotenz dar. Jeder glaubt er ist wer, nachdem er einen kleinen Erfolg errungen hat. Sei es jetzt, ob er einmal MVP in der EPS Alpen wurde, einmal am Public 30 0 Stats hatte, eine LAN mit 100 Teilnehmer gewonnen hat, wo genau ein Mixteam mit zwei mittelmäßigen Spielern anwesend war oder auf einem Qualifier 2. oder 3. wurde, wo nur der 1. auf ein internationales Event gefolgen ist. Vollkommen egal.
Will man Österreich wieder dort hinbringen, wo es einmal war, darf man sich selbst nie gut genug sein, denn international gesehen interessieren die nationalen „Erfolge“ niemanden. Jeder sollte wieder von seinem hohen Ross herunterkommen und seine sogenannten Erfolge in den Mistkübel schmeissen, oder sich zumindenst nicht auf ihnen ausruhen.
Die TOP EAS Spieler sollte nicht andauernd schimpfen, wie schlecht die EPS Alpen nicht sei und wie einfach es nicht wäre hineinzukommen, wenn es nicht auf die „Freunderlwirtschaft“ ankommen würde, sondern sollten ihre Worte in Taten umsetzen. Selbiges gilt für die besseren österreichischen Teams, die andauernd weinen, dass sie auf keine internationalen Events fahren können, weil andauernd dasselbe Mixteam gewinnt. Die Rookie Spieler ohne LAN Erfolge, sollte sich zuerst im LAN beweisen, bevor sie den Mund aufmachen und die österreichische CounterStrike Elite sollte auch mal Nachwuchsspielern im Nationalteam die Chance geben, das ein oder andere Spiel zu spielen.

Aufgrund dieser Präpotenz, dem mangelnden Support und Preisgeld bleibt auch der Erfolg der österreichischen CounterStrike Teams aus, was sich wieder negativ auf Gewinnung neuer Sponsoren für Clans oder die ESL Alpen auswirkt und hier beginnt der Teufelskreis wieder von vorne zu laufen.

Lösungsmöglichkeit 1: Ein deutschsprachiger CounterStrike Raum!

Um auch irgendwann an ein Ende bei diesem Artikel zu kommen, werde ich nun auf den letzten Punkt eingehen, nämlich die Wiedervereinigung des Alpen und des deutschen Bereiches. Wie oben schon erwähnt hat die Anzahl der aktiven deutschen und schweiz/österreichischen CounterStrike Teams abgenommen und wird auch noch weiterhin abnehmen. Dadurch hat die Qualität der deutschen sowie Alpen EPS, mal abgesehen von der Skill Entwicklung im Laufe der Jahre, sicherlich gelitten. Hier könnte man nun meiner Meinung nach mit der Wiederverinigung mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens könnte man im Alpenbereich die Spreu vom Weizen trennen, denn die motivationslosen Mixteams, denen es sowieso egal, welchen Platz sie belegen und ob sie EPS spielen, würden dann in der EAS erbärmlich untergehen. Zweitens hätten die guten Alpen Teams sicherlich eine Chance auf einen Platz in der deutschen Pro Series, was die Entwicklung dieser Teams positiv beeinflussen würde, denn das Gesamtniveau ist in Deutschland doch etwas höher und drittens hätten es Alpen Clans dann einfacher Sponsoren zu finden.
Was hätten die deutschen von der Wiedervereinigung? Eine Anhebung des Qualititätsstandards der Pro Series durch Beimischung von 3-4 Alpen Teams im Laufe der Zeit und Übergang des EPS Alpen Preisgeldes auf die deutsche EPS.
Sollten die Alpen Teams sowieso maximal EAS 1st Divison Niveau haben und es nicht auf die Relegation oder in die EPS schaffen, dann umso besser für die deutschen EPS Teams. Mehr Preisgeld und keine Alpen Teams in der EPS.de.
Man könnte das ganze auch so erklären. Ein Mensch stellt den deutschsprachigen CounterStrike Raum dar. Die ESL hat dem Menschen das linke Bein, die Schweiz, und das rechte Bein, Österreich, abgeschnitten. Die 2 Beine sind umgefallen und sind praktisch am Fleck liegengeblieben und der Oberkörper hat sich mit Hilfe der Hände noch ein wenig vorwärts bewegt. Würde man die Füße wieder annähen, würde sich der Mensch wieder schneller, also in einem normalen Tempo vorwärts bewegen.

Lösungsmöglichkeit 2: Alpen EPS mit Italien

Lösungsmöglichkeit 2 wäre ein Alpen EPS mit Italien, da ein Teil von Italien mehr oder minder auch noch im Alpenbereich liegt. Sie wäre weitem nicht so optimal wie Lösungsmöglichkeit 1, aber dennoch würde dies die Attraktivität der Alpen EPS wieder erhöhen, auch für deutsche Sponsoren. Die Argumente sind dieselben wie bei Lösungsmöglichkeit 1, genauso die Vorgehensweise.

Lösungsmöglichkeit 3: Alpen EPS mit 10 Teams und 18 Spieltagen

Die letzte und meiner Meinung schlechteste Möglichkeit, um die Attraktivität und Qualität der Alpen Teams zumindest wieder ein bisschen zu erhöhen, wäre die Herabsetzung auf 10 Slots und die Erhöhung auf 18 Spieltage, also wie im Fußball mit Hin- und Rückrunde.

Um jetzt noch mal alles auf einen Punkt zu bringen, fasse ich zum Schluss nochmal die Argumente zusammen. Um die Entwicklung der österreichischen CounterStrike Szene wieder auf den richtigen Weg zu bringen bedarf es mehrerer Änderungen. Die Österreicher sollten ihre Präpotenz zurückschrauben bzw. zügeln, den gegenseitigen Respekt wahren und den nationalen Zusammenhalt untereinander stärken. Die österreichischen CounterStrike Teams sollten sich mehr auf heimische Clans verlassen und die Team bzw. Clan Manager sollten ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse herauskehren und sich überlegen, wie man den Firmen das Sponsoring schmackhaft machen kann. Und zu guter letzt bedarf es auch einer Initiative der ESL.

PS: Ich hoffe ihr verzeit mir meine Rechtschreib- und Grammatikfehler, ich hatte nach einigen Stunden Schreibarbeit keine Lust mehr diesen Artikel nochmal mehrmals Korrektur zu lesen. ;) :)